Der wirtschaftliche Kern
Selbst erzeugter Strom kostet weniger als Netzstrom. Wer einen Teil seines Jahresverbrauchs über das eigene Dach deckt, senkt die laufenden Betriebskosten dauerhaft und schützt sich vor künftigen Preisanstiegen. Gerade für Betriebe mit hohem Tagesverbrauch, also Produktionsbetriebe, Logistikunternehmen oder Gewerbebetriebe mit Kühlung, rechnet sich die Anlage besonders schnell.
Ein Beispiel: Eine Anlage mit 100 kWp produziert jährlich rund 95.000 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde entspricht das einer jährlichen Einsparung von knapp 24.000 Euro. Tendenz steigend, solange Strompreise steigen.
Steuerliche und rechtliche Vorteile
in Österreich
Abschreibung (AfA)
PV-Anlagen können steuerlich abgeschrieben werden.
Einspeisung nach EAG
Überschüssiger Strom, der ins Netz eingespeist wird, wird nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) vergütet. Die Höhe hängt von Anlagengröße und Marktpreisen ab.
Förderungen
Bund und Bundesländer in Österreich fördern gewerbliche PV-Anlagen über verschiedene Programme. Informationen dazu: pvaustria.at/foerderungen.
Mehr aus der Anlage holen:
Eigenverbrauch und Speicher
Wer möglichst viel selbst erzeugte Energie auch selbst verbraucht, profitiert am meisten. Ein Batteriespeicher verlängert das Zeitfenster für den Eigenverbrauch, er speichert tagsüber überschüssigen Strom und gibt ihn abends oder bei Lastspitzen wieder ab. Für Schichtbetriebe oder Unternehmen mit unregelmäßigem Verbrauchsprofil ist das besonders interessant.
Nachhaltigkeit als Geschäftsvorteil
Viele Unternehmen stehen unter Druck, ihre CO₂-Bilanz zu verbessern, um Erwartungen von Kund:innen, Investoren oder gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Eine Solaranlage auf dem Dach ist sichtbares Engagement, das sich in Nachhaltigkeitsberichten, CSR-Kommunikation und Umweltzertifizierungen wie EMAS oder ISO 14001 dokumentieren lässt.
