Warum die Kombination naheliegt
Photovoltaikanlagen produzieren tagsüber Strom, genau dann, wenn viele Elektroautos zu Hause stehen. Mit einer passenden Wallbox fließt dieser Strom direkt ins Fahrzeug. Wer das Auto fertig geladen vorfindet und dafür kaum Netzstrom gebraucht hat, spürt den Unterschied bei der nächsten Jahresabrechnung.
Was das im Alltag bedeutet
Ein Elektroauto verbraucht auf 100 Kilometern rund 15 bis 20 Kilowattstunden. Wird dieser Strom über die eigene PV-Anlage erzeugt, kostet die Energie pro Kilowattstunde je nach Anlage und Eigenverbrauchsquote deutlich weniger als Netzstrom. An öffentlichen Ladestationen liegen die Kosten oft bei 6 bis 10 Euro auf 100 Kilometern. Wer regelmäßig zu Hause lädt, spart über das Jahr mehrere Hundert Euro.
Die Wallbox als Steuerungszentrale
Moderne Wallboxen lassen sich mit der PV-Anlage verknüpfen. Ein Energiemanagementsystem erkennt, wann mehr Strom produziert als im Haus verbraucht wird und startet in diesem Moment den Ladevorgang automatisch. So wird der Überschussstrom nicht ins Netz eingespeist, sondern ins Fahrzeug geleitet. Das Auto übernimmt damit die Funktion eines Zwischenspeichers.
Mit Batteriespeicher noch unabhängiger
Wer tagsüber unterwegs ist und abends laden möchte, ergänzt das System mit einem Batteriespeicher. Dieser sammelt tagsüber überschüssigen PV-Strom und gibt ihn abends an die Wallbox weiter. Das macht das Laden vom Sonnenschein unabhängig und erhöht den Eigenverbrauchsanteil nochmal.
Was das für Installationsbetriebe bedeutet
Immer mehr Haushalte in Österreich fragen nach kombinierten Lösungen aus PV-Anlage, Speicher und Wallbox. Installationsbetriebe, die alle drei Komponenten kennen und aus einer Hand anbieten können, haben dabei einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Sonnenstrom und Elektromobilität passen gut zusammen, und wer beides kombiniert, hat mehr von beidem: günstigeren Fahrstrom und einen höheren Eigenverbrauch aus der PV-Anlage.
